Neuigkeiten

Funkelnde Augen im Kerzenschein

Das alte Jahr ist vorüber, wir halten inne und blicken zurück
trotz schwieriger Weltenlage brachte es uns doch auch viel Glück.

Gerade in ungewissen Zeiten wie diesen sei das Auge zu trainieren
den Blick nicht zu verlieren für die kleinen Dinge, die brillieren.

Diese hohe Kunst zu leben weiss die Murg-Stiftung gewiss
darum lasset Euch inspirieren und verliert nicht den Biss.

Trotz Hygienemassnahmen, Maskenpflicht, Abstandhalten und so weiter und so fort
wurde die Weihnachtszeit gehuldigt und man war um festliche Stimmung besorgt.

Prächtige Kerzen wurden mit grösster Geduld gezogen von Hand
leckerer Guezliduft zog in den Wohnhäusern ins Land.

Ein Weihnachtsbaum wurde mittels kreativer Handwerkskunst gezimmert
auf dass an allen Ecken und Enden eine glänzende Kugel stolz schimmert.

Fleissige Hände zauberten Öle, Konfitüren, Kissen, A-Zünder und vieles mehr
vermisste womöglich der Weihnachtsmann seine Wichtel hinterher?

Verkauft wurde all dies am Weihnachtsbazar der Murg-Stiftung in Littenheid.
Wie der Ertrag investiert wird? Er wurde noch nicht gefällt, dieser Entscheid.

Auch ein Weihnachtessen konnte stattfinden im Wohnheim im vergangenen Jahr
Es wurde geplant, verworfen, neu geplant, um geplant – man dachte es werde nimmer mehr wahr.

Doch die Tische wurden dekoriert, Käseplatten hergerichtet, Lichter angezündet, die Vorfreude stieg.
Die Murg-Stiftung feierte Weihnachten, das Hygienekonzept hatte gesiegt!

Und zum Schluss lasset euch noch Folgendes gesagt sein:
Augen funkeln aus 1.5 Meter Abstand noch viel intensiver im Kerzenschein!

«Ein Stück Freiheit»: Mit neuen orthopädischen Schuhen macht dieser Thurgauer einen Schritt in Richtung Selbständigkeit

Artikel im Tagblatt.ch
Rossella Blattmann
04.12.2020, 12.20 Uhr

Manfred Göldi hat Epilepsie und leidet seit einem schweren Unfall in seiner Kindheit an einer Fehlstellung der Füsse. Um schmerzfrei gehen zu können, braucht er orthopädische Schuhe. Dank der Weihnachtsaktion «Ostschweizer helfen Ostschweizern» kann er sich diese leisten.

Im Hinterthurgau ist es kalt und grau, doch Manfred Göldi strahlt. Voller Vorfreude steht der grossgewachsene 61-Jährige vor der Eingangstür der Murg-Stiftung, einem Wohnhaus mit integrierter Beschäftigung für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung in Littenheid bei Sirnach.

Göldi humpelt langsam und vorsichtig die Treppe hinunter. Gestützt auf seinem Stock posiert er für den Fotografen dieser Zeitung. Er trägt schwarze orthopädische Schuhe, die gebraucht aussehen. Der Thurgauer leidet seit einem Unfall in seiner Kindheit an einer Fehlstellung der Füsse und ist auf die spezielle Fussbekleidung angewiesen.

Ein schwerer Unfall veränderte alles

Alles begann vor 50 Jahren in Eschlikon, wo er aufwuchs und in der Schreinerwerkstatt des Vaters arbeitete. Es ist Weihnachten, und der zehnjährige Manfred Göldi geht mit seinen Gspänli schlitteln. Als er eine Strasse hinunterrodelt, kommt es zum tragischen Unfall. «Plötzlich kam mir Vollgas ein Auto entgegen», sagt er aufgeregt, und nimmt einen Schluck Mineralwasser. Göldi bricht sich beide Beine, liegt lange im Spital. «Seither kann ich nicht mehr schmerzfrei gehen.»

Manfred Göldi sitzt an einem brauen Holztisch, drinnen in einem warmen Zimmer, neben ihm sitzt seine Betreuerin Carla Scherrer. Bis vor zehn Jahren lebte Göldi mit seiner Mutter in Eschlikon. «Als die Mutter ins Pflegeheim musste, kam er zu uns», sagt Scherrer.

«Ich habe ‹Epi›»

Göldi nennt denn Grund gleich selbst: «Ich habe ‹Epi›.» Seit seiner Kindheit leide er an Teils schweren epileptischen Anfällen. «Ich lag am Boden und hatte weissen Schaum vor dem Mund.» Göldi spricht schnell, abgehackt, muss seine Sätze immer wieder von vorne anfangen. Sprachstörungen gehören neben Depressionen, Vergesslichkeit, oder Lähmungen zu den Folgen eines epileptischen Anfalls. Seit er im Wohnhaus der Murg-Stiftung wohne, kämen die Anfälle zwar nicht mehr so oft vor, und seien weniger heftig, sagt Scherrer. «Doch er kann wegen der Epilepsie nicht selbstständig leben und ist auf Betreuung angewiesen.»

Dank «Ostschweizer helfen Ostschweizern» ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit

Die orthopädischen Schuhe, die für Göldi ein Stück Selbständigkeit bedeuten, kosten viel Geld. Und dieses ist knapp. Der 61-Jährige lebt laut Scherrer von einer IV-Rente, Ergänzungsleistungen, und 250 Franken Lohn. «Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Schuhe leider nicht», sagt sie. Darum hat Göldis Beiständin von der Regionalen Berufsbeistandschaft Bezirk Münchwilen (RBBM) bei OhO Hilfe gesucht und erhalten: Der beantragte Betrag für 685 Franken wurde genehmigt.

Als er gehört habe, dass er neue Schuhe bekommen wird, hat sich Göldi sehr gefreut: «Ich war überglücklich.» Mit den orthopädischen Schuhen und dem Stock könne er schmerzfrei gehen. «Ich bin viel selbstständiger, kann meine Schwester in Zürich besuchen, nach Wil einen Kaffee trinken gehen. Die Schuhe bedeuten für mich ein Stück Freiheit.»

«Ostschweizer helfen Ostschweizern»

Die Weihnachtsaktion «Ostschweizer helfen Ostschweizern» (OhO) unterstützt Menschen in der Region. Träger des unabhängigen Vereins sind das «St.Galler Tagblatt» und seine Regionalausgaben sowie das Ostschweizer Fernsehen TVO und Radio FM1. Seit 2005 wird jeweils in der Vorweihnachtszeit Geld gesammelt und, wenn immer möglich, bis Weihnachten überwiesen. Spenden kann jeder, auch kleine Beträge helfen. OhO will entlasten und eine Freude bereiten. Die Aktion unterstützt sowohl Einzelpersonen als auch Familien aus den Kantonen St.Gallen, Thurgau und den beiden Appenzell. (red.)

Link zum Film: OHO: Eine Spendenaktion in der Ostschweiz 

Weihnachtsbazar der Murg-Stiftung

Etwas Weihnachtsstimmung darf sein. Daher laden wir ganz herzlich zum Weihnachtsbazar der Murg-Stiftung ein. Suchen Sie noch ein Geschenk für Ihre Lieben, Freunde, Familie und Bekannte? Unsere Bewohner und Bewohnerinnen haben mit viel Geduld und grossem Eifer viele Geschenkideen erstellt.

Unser Weihnachtsstand wird am 16. Dezember 2020 von 09.00 - 16.00 Uhr zwischen "das Café" und der Verwaltung draussen auf dem Geländer der Clienia Littenheid AG aufgestellt sein.

Kommen Sie vorbei - wir freuen uns auf Sie!

Der Erlös wird für eine Anschaffung für das neue Wohnhaus im 2021 sein!


Impressionen aus der Murg-Stiftung

Für alle Neugierigen und Interessierten hat Metin Kilic mit seiner Kamera einige Schnappschüsse im und ums Wohnheim der Murg-Stiftung eingefangen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Fotografen!

Kurz-Ferien nach Lugano ins Hotel Pestalozzi

Ein Bericht von J.R.

Am Dienstagmorgen, 13. Oktober 2020 um 7h war es so weit: Wir durften mit Herrn Roberto Perugini für 2 Tage (1 Übernachtung) ins Tessin fahren. Eine Bewohnerin des Hauses Erle, 2 Bewohner des Hauses Sonnegg und ein Bewohner der Aussen-Wohngruppe fuhren mit unserem geschätzten Betreuer und Fahrer Herrn Perugini Richtung Süden. Das Wetter war schön und es hatte nicht übermässig Verkehr.

Die schöne Autobahnfahrt nach Zug hat uns gefallen. Im eigenen kleinen Bus der Murg-Stiftung wurden wir gut verpflegt (Wasser, Eistee, Cola, Riegel) nach eigener Wahl und Bedarf. Im Einkaufszentrum Zugerland in Steinhausen hatten wir alle eine Rast verdient und es gab im Café Bachmann einen Kaffee und ein feines Gipfeli. Nachher ging es weiter Richtung Süden. Bei einem Kiosk, wo die Leute bereits italienisch gesprochen haben, haben wir nochmals einen kurzen Halt gemacht.

Ein leichtes Mittagessen haben wir in einem typischen Tessiner Grotto in Lugano eingenommen. Nachher war die Zeit gekommen, dass wir im Hotel Pestalozzi das Zimmer beziehen konnten. Später gingen wir zu fünft ins Städtchen bummeln. Das Nachtessen im Hotel durfte jeder selber auswählen – Gutes Essen. Nachher durfte man spazieren gehen (zum See) oder das Zimmer geniessen.

2. Tag / 14. Oktober 2020

Das Morgenessen im Hotel war schön hergerichtet. Nachher ging es zum Markt nach Luino und zur Schokoladen-Fabrik Alprose. Man durfte aber auch im Hotel bleiben und das Zimmer geniessen (Lesen etc.).

Nochmals ein Essen im Hotel Pestalozzi und nachher Heimfahrt durch das Tal Mesocco und über den San Bernardino. Um 16.30 Uhr sind wir alle heil und zufrieden im Wohnheim Erle wieder angekommen.



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